Liebesgrüße aus Moskau
Ich habe die Fahrt im Taxi wieder dafür genutzt, mich von Bluse und BH zu befreien, das Einchecken in Hotel verlief entsprechend auch sehr freundlich, vor allem, da ich mich geeignet vorgebeugt hatte. So war ich guter Dinge auf dem Weg zum Fahrstuhl als ich hinter mir die Stimme meines aktuellen Auftraggebers vernahm.
Er hatte einen potentiellen russischen Geschäftspartner gerade vom Flughafen abgeholt und wollte mit ihm eben hier zu Abend essen. Eigentlich war geplant gewesen, dass wir ihn erst am nächsten Tag zur Verhandlung treffen sollten. Ich hasse es, wenn jemand unabgesprochen Termine macht. So jedenfalls bat er mich dazu. Immerhin. Allerdings wollte er mich direkt mitnehmen, was ich schlecht ausschlagen konnte.
So sind wir zu dritt also in die hoteleigene Sushi-Bar gegangen. Sehr angenehme Atmosphäre, ausgezeichnetes Essen, auch sonst eine sehr gute Stimmung, vielleicht etwas zu gut, da es am nächsten Tag doch um einige harte Punkte gehen sollte.
Es konnte natürlich nicht unbemerkt bleiben, dass ich recht dünn bekleidet war. Vor allem Juri, wie im Englischen üblichen haben wir uns mit Vornamen angeredet, der links von mir saß, konnte sicher den einen oder anderen Blick erhaschen, der ihn genug erkennen ließ, auch ohne alles zu sehen, was sich angesichts der durchaus reizvollen Situation sicher gelohnt hätte. Mein Auftraggeber war wohl nicht auf die Idee gekommen, dass ich unter meinem Blazer nackt war. Anmerken ließ sich jedenfalls keiner was.
Gegen elf beendeten wir den Abend. Im Fahrstuhl fragte Juri mich, ob wir in seiner Suite nicht noch ein paar Details zur morgigen Verhandlung bei einer Flasche Rotwein besprechen könnten. Ich hatte seine Firma ins Spiel gebracht und so war ein Erfolg der Verhandlung durchaus in meinem Sinne, also sagte ich zu.
Die Suite war beeindruckend, das würde ihn mindestens 2% kosten. Höflich erbot er sich, mir aus dem Jacket zu helfen. Ich verzichtete. Er rief den Zimmerservice und wusste ganz genau, was er zu bestellen hatte. Wir sprachen darüber, was es zu verhandelt galt. Meine Forderungen waren um einiges härter als er sich es offenbar erhofft hatte. Klar war aber auch, dass wir beide das Geschäft abschließen wollten. Nach dem zweiten Glas Wein meinte er dann, dass wir sicher zu einem mir genehmen Ergebnis kommen könnten, wenn ich noch ein paar Stunden Zeit hätte.
Entweder war ihm eine Nacht mit mir mehrere 100.000 Euro wert oder er wollte mich über den Tisch ziehen. Er erriet meinen Gedanken und sagte: „Keine Angst, es bleibt auch unter uns.“. Er merkte, dass das nicht sehr überzeugend war und legte nach: „Wenn es rauskommt verliere ich einige Millionen, das ist mehr als Du.“ Ich wollte jedenfalls nicht von meinen Grundsätzen abweichen und erklärte ihm, dass ich selbst dann, wenn ich mich darauf einlassen würde, nichts an meiner Verhandlungsposition ändern würde.
Er war sicherlich attraktiv und unter anderen Umständen hätte ich nicht lange gezögert. Schließlich habe ich ihm gesagt, dass ich meine Prinzipien leider nicht vergessen könnte. Die Verhandlung fand dann in bester Stimmung aber hart in der Sache statt. Das Ergebnis entsprach deutlich mehr meinen als seinen Vorstellungen.
Er hatte einen potentiellen russischen Geschäftspartner gerade vom Flughafen abgeholt und wollte mit ihm eben hier zu Abend essen. Eigentlich war geplant gewesen, dass wir ihn erst am nächsten Tag zur Verhandlung treffen sollten. Ich hasse es, wenn jemand unabgesprochen Termine macht. So jedenfalls bat er mich dazu. Immerhin. Allerdings wollte er mich direkt mitnehmen, was ich schlecht ausschlagen konnte.
So sind wir zu dritt also in die hoteleigene Sushi-Bar gegangen. Sehr angenehme Atmosphäre, ausgezeichnetes Essen, auch sonst eine sehr gute Stimmung, vielleicht etwas zu gut, da es am nächsten Tag doch um einige harte Punkte gehen sollte.
Es konnte natürlich nicht unbemerkt bleiben, dass ich recht dünn bekleidet war. Vor allem Juri, wie im Englischen üblichen haben wir uns mit Vornamen angeredet, der links von mir saß, konnte sicher den einen oder anderen Blick erhaschen, der ihn genug erkennen ließ, auch ohne alles zu sehen, was sich angesichts der durchaus reizvollen Situation sicher gelohnt hätte. Mein Auftraggeber war wohl nicht auf die Idee gekommen, dass ich unter meinem Blazer nackt war. Anmerken ließ sich jedenfalls keiner was.
Gegen elf beendeten wir den Abend. Im Fahrstuhl fragte Juri mich, ob wir in seiner Suite nicht noch ein paar Details zur morgigen Verhandlung bei einer Flasche Rotwein besprechen könnten. Ich hatte seine Firma ins Spiel gebracht und so war ein Erfolg der Verhandlung durchaus in meinem Sinne, also sagte ich zu.
Die Suite war beeindruckend, das würde ihn mindestens 2% kosten. Höflich erbot er sich, mir aus dem Jacket zu helfen. Ich verzichtete. Er rief den Zimmerservice und wusste ganz genau, was er zu bestellen hatte. Wir sprachen darüber, was es zu verhandelt galt. Meine Forderungen waren um einiges härter als er sich es offenbar erhofft hatte. Klar war aber auch, dass wir beide das Geschäft abschließen wollten. Nach dem zweiten Glas Wein meinte er dann, dass wir sicher zu einem mir genehmen Ergebnis kommen könnten, wenn ich noch ein paar Stunden Zeit hätte.
Entweder war ihm eine Nacht mit mir mehrere 100.000 Euro wert oder er wollte mich über den Tisch ziehen. Er erriet meinen Gedanken und sagte: „Keine Angst, es bleibt auch unter uns.“. Er merkte, dass das nicht sehr überzeugend war und legte nach: „Wenn es rauskommt verliere ich einige Millionen, das ist mehr als Du.“ Ich wollte jedenfalls nicht von meinen Grundsätzen abweichen und erklärte ihm, dass ich selbst dann, wenn ich mich darauf einlassen würde, nichts an meiner Verhandlungsposition ändern würde.
Er war sicherlich attraktiv und unter anderen Umständen hätte ich nicht lange gezögert. Schließlich habe ich ihm gesagt, dass ich meine Prinzipien leider nicht vergessen könnte. Die Verhandlung fand dann in bester Stimmung aber hart in der Sache statt. Das Ergebnis entsprach deutlich mehr meinen als seinen Vorstellungen.
DieReisende - 9. Feb, 23:04
